DVD-Kritik: After The Fox

Neil Simon, Peter Sellers und Vittorio de Sica sind drei Namen, die man sich nur schwer zusammen vorstellen kann, aber gerade diese Kombination hatte 1966 zu After The Fox, einer der besseren Caper-Komödien der sechziger Jahre geführt. Auf den ersten Blick wirkt Neil Simons erstes verfilmtes Drehbuch etwas chaotisch, aber ein brillianter Peter Sellers und eine Menge wundervoller Nebendarsteller machen den Film zu einem großen Vergnügen. Er ist kein wirkliches Meisterwerk, aber einer dieser kleinen, amüsanten Filme, die heute trotz der großen Besetzung fast in Vergessenheit geraten sind.

After The Fox paßt hervorragend in die kleine Caper-Reihe und obwohl es sich bei MGMs DVD-Veröffentlichung um eine ältere extralose Angelegenheit handelt, sind Bild- und Tonqualität den Umständen entsprechend durchaus akzeptabel.

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DVD-Kritik: How To Steal A Million

Diesmal sind es keine Juwelen, die geklaut werden, sondern eine Million – genauer gesagt, ein vermeintlich wertvoller Kunstgegenstand. Der etwas verwirrende Titel How To Steal A Million deutet zwar mehr auf einen Banküberfall hin, aber tatsächlich handelt es sich dabei natürlich um William Wylers charmante Kunstraub-Komödie mit Audrey Hepburn und Peter O’Toole von 1966. Es ist ein etwas altmodischer und teilweise langatmiger Film, der mehr in die fünfziger als in die sechziger Jahre paßt, aber dennoch eins der originellsten Exemplare des Caper-Genres ist.

Die deutsche bzw. europäische DVD von Fox ist akzeptabel, hat aber leichte Einbußen bei der Bild- und Tonqualität und leider keine Extras. Die später erschienene, besser ausgestattete US-DVD hat leider bis jetzt noch nicht den Weg in mein Archiv geschafft, so daß die deutsche Disc für die heutige Review herhalten muß, die eine stark erweiterte und komplett überarbeitete Version einer kurzen Kritik von 2004 ist.

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DVD-Kritik: Topkapi

Klauen, Stehlen und Einbrechen waren schon immer Lieblingsthemen von Filmemachern auf der ganzen Welt, aber es war Jules Dassin, der das Genre erst so richtig hollywoodtauglich gemacht hatte. Mit seinem düsteren Gangsterdrama Rififi hatte es Mitte der fünfziger Jahre begonnen, aber erst das fröhliche und mehr komödiantische Quasi-Remake Topkapi machte den akrobatischen Museumseinbruch zu einem Genre ganz für sich und wurde nicht nur durch die brilliante Einbruchs-Sequenz, sondern auch mit einer fantastischen Besetzung zu einem ganz besonderen Klassiker.

Topkapi macht heute den Anfang eines kleinen Rundgangs durch die Filmgeschichte des Caper-Genres. Die Kritik ist eine überarbeitete Fassung eines älteren Artikels und die DVD ist technisch gesehen eine große Enttäuschung, aber mangels Neuauflage leider die einzige Möglichkeit, sich diesen herrlichen Film in einer einigermaßen akzeptablen Fassung anzuschauen.

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DVDLog goes Twitter

Die Überschrift ist etwas übertrieben, denn ich werde natürlich ab jetzt keine 140-Zeichen-Reviews posten. Der neue Twitter-Account @DVDLogger soll viel mehr als Update-Benachrichtigung dienen und ein Ersatz für den Newsletter sein, den ich schon seit langer Zeit nicht mehr verschicke. Natürlich gibt es nach wie vor auch noch den RSS-Feed, aber mit dem Twitter-Stream wollte ich noch eine zusätzliche Möglichkeit schaffen, mit der man sich über Updates im DVDLog informieren kann – und natürlich, weil es einfach alle anderen auch machen :-).

Exklusive Informationen wird es im Twitter-Stream allerdings nicht zu lesen geben, lediglich eine kurze Ankündigung, wenn ein neuer Artikel gepostet wurde. Im unwahrscheinlichen Fall eines Webspace-Ausfalls ist Twitter aber als alternativer Kommunikationskanal ganz nützlich, aber dazu wird es wahrscheinlich gar nicht kommen – Twitter gibt sicher eher den Geist auf :-).

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TV-Review: Madagascar

Als David Attenborugh 1961 mit einer kleinen Filmcrew für die BBC-Serie Zoo Quest auf Madagascar drehte, war er der ersten, der eine naturwissenschaftliche Dokumentation über die ungewöhnliche afrikanische Insel produzierte. Bisher war die Natur von Madagascar zwar in der Literatur hinreichend beschrieben worden, aber kaum fotografiert, geschweige denn gefilmt worden. Zoo Quest to Madagascar war weltweit eins der allerersten Fernsehprogramme, daß sich ausführlich mit der wunderbaren Insel beschäftigt hatte. Seitdem war Madagascar ein beliebtes Ziel für Naturfilmer und auch die Natural History Unit der BBC war oft dorthin zurückgekehrt. Fünfzig Jahre nach seinem ersten Madagascar-Abenteuer bekam David Attenborough aber die Chance, sich noch einmal ausführlich der Insel zu widmen.

Dieser Artikel ist ausnahmsweise keine DVD-Review, sondern eine kurze Kritik der BBC-Fernsehausstrahlung der Serie, die aber inzwischen auch als DVD und Blu-Ray erschienen ist. 

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DVD-Kritik: Johnny English

Schon Anfang der achtziger Jahre hatte Rowan Atkinson einen kleinen Auftritt neben Mr. James Bond persönlich und nachdem er sich als Blackadder durch die britische Geschichte geschlagen hatte, war er in den neunziger Jahren nicht nur als Mr. Bean, sondern auch als Geheimagent in einer Reihe von kreativen Werbespots im Fernsehen unterwegs. 2003 machte er dann als Johnny English die Kinoleinwände in einer gelungenen Agenten-Parodie unsicher, die viel besser war als ihr Ruf – der teilweise sehr britische Humor war beim Publikum nicht so gut angekommen, das mehr eine Nonstop-Slapstick-Komödie als eine raffinierte Agenten-Parodie erwartet hatte. Offenbar wegen der nicht ganz so positiven Reaktion auf den Film hatte sich Universal auch nicht soviel Mühe mit der DVD des Films gegeben, die zwar bis auf einen etwas dumpfen Originalton bei der deutschen Ausgabe technisch einwandfrei ist, aber leider nur wenige Extras besitzt.

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DVD-Kritik: The Thin Blue Line

Der britische Komiker Rowan Atkinson war als Edmund Blackadder, Mr. Bean und Johnny English auf den Kinoleinwänden und Fernsehbildschirmen unterwegs… und als Kleinstadt-Polizist Raymond Fowler in Ben Eltons kaum bekannter Sitcom The Thin Blue Line. Die kurzlebige Serie lief nur zwei Jahre lang und brachte nur vierzehn Episode hervor, gehört aber trotz aller unfairer Kritik zu Atkinsons besten Werken und kann mit dem typischen trockenen britischen Humor aufwarten, legt aber auch viel Wert auf gelungene Geschichten und ausgewachsene Charaktere. Die herrliche Serie ist schon seit langem als DVD erhältlich, aber viel darf man von der britischen Doppel-Disc natürlich nicht erwarten – immerhin bekommt man aber für knapp zehn Euro siebeneinhalb Stunden wundervolle Unterhaltung geboten.

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DVD-News: Die große Suche

Die Zeiten, in der hier mindestens einmal im Monat frische News zu lesen waren, sind leider vorbei, denn es gibt (zumindest aus meiner Sicht) kaum noch nennenswertes zu berichten. Es erscheinen natürlich immer noch reichlich viele DVDs und Blu-Rays, aber 90% davon sind schlicht und einfach Schrott. Gerade der deutsche DVD-Markt ist kaum noch an Peinlichkeiten zu überbieten – es wird einfach alles von Rosamunde Pilcher über Marienhof bis zu Bauer sucht Frau verramscht, aber um die wirklich interessanten Filme kümmert sich niemand. Naja, eine kleine handvoll Sachen sind mir trotzdem aufgefallen und da ich dieses Jahr auf die Oscar-Berichterstattung dankend verzichten werde, habe ich einfach mal ein kleines Newsposting zusammengestellt.

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DVD-Kritik: Blackadder

Vielen ist er nur als Mr. Bean bekannt, aber lange bevor Rowan Atkinson als Slapstick-Figur auf den Fernsehbildschirmen unterwegs war, hatte er sich zusammen mit den Autoren Richard Curtis und Ben Elton einen Namen als wortgewaltiger Komiker in der historischen Sitcom Blackadder gemacht. 24 Episoden und drei Specials waren in den achtziger und neunziger Jahren entstanden und hatten Blackadder zu einer der gelungensten Comedy-Serien des britischen Fernsehens gemacht, die auch Rowan Atkinsons spätere Werke nicht übertreffen konnten und heute immer noch sehenswert ist.

Das heutige Posting ist nicht nur eine DVD-Kritik der 2009 erschienenen Blackadder Ultimate Edition, sondern auch ein ausführlicher Artikel über die Serie selbst, der eigentlich aus fünf einzelnen Teilen besteht und deshalb viel länger als sonst ist.

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DVD-Kritiken: Quo Vadis & Ben-Hur

Eigentlich mache ich mir nichts aus solchen alten Historien-Schinken, aber als Filmliebhaber muß auch ich zugeben, daß MGMs Quo Vadis und Ben-Hur filmhistorisch gesehen äußerst faszinierend sind. Inhaltlich sind sie zwar reichlich angestaubt, aber Quo Vadis kann mit einer kongenialen Darstellung von Nero durch Peter Ustinov aufwarten und Ben-Hur ist mit seinen sogar für heutige Verhältnisse beeindruckenden Actionszenen mit Recht in die Filmgeschichte eingegangen.

In den heutigen DVD-Kritiken habe ich mich nicht lange mit dem Inhalt der Filme auseinandergesetzt, sondern ausnahmsweise etwas kürzere Reviews geschrieben, die sich auf die Präsentation der Filme konzentrieren. Ben-Hur ist gleich zweimal in der Ausgabe von 2001 und der besseren, aber auch noch nicht perfekten Version von 2005 vertreten, während es sich bei Quo Vadis um die 2008 erschienene restaurierte DVD handelt.

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