DVD-Kritik: Tinker Tailor Soldier Spy
Er schrieb nicht nur über Spione, er war selbst einer: John Le Carré alias David Cornwall war auf der Höhe des Kalten Kriegs in den sechziger und siebziger Jahren der beste Autor des Spionage-Genres, der mit seinen oft auf wahren Begebenheiten basierenden Erzählungen die Wahrheit über seine Profession auf schonungslos ehrliche Weise schilderte. Tinker Tailor Soldier Spy, seine fast schon autobiographische Aufarbeitung einer der größten britischen Spionage-Skandale, war erstmals 1979 meisterhaft mit Alec Guinness als George Smiley verfilmt worden. Die siebenteilige TV-Miniserie gibt es schon seit fast zehn Jahren in England als DVD, aus aktuellem Anlaß lohnt sich aber ein erneuter Blick auf die durchaus gelungene Veröffentlichung.









DVDLog macht diese Woche eine kleine Pause, die eventuell auch noch auf die nächste Woche ausgedehnt wird. Der kurzzeitige Frühling hat zu einer (angenehmen) Störung in der Produktivität geführt und die Artikel-Vorräte sind im Moment erschöpft. Weiter gehts aber demnächst mit noch mehr Billy Wilder, ein paar halbwegs aktuellen DVDs und bei 50 Jahre James Bond muß ich auch unbedingt mal was machen. Be seeing you! :-)

Es ist jedes Jahr das gleiche Dilemma – wie kann man über Filme schreiben, die man noch gar nicht gesehen hat? Letztes Jahr hatte ich mir aus Desinteresse an den Gastgebern die Oscar-Berichterstattung ganz sein gelassen, aber diesmal waren die 84. Oscar-Verleihungen im Gegensatz zum vorherigen überproduzierten Spektakel wieder richtig sehenswert. Billy Crystal, der nach einem kleinen Skandälchen um Produzent Brett Ratner vom ursprünglich geplanten Host Eddie Murphy übernommen hatte, war erstaunlich gut in Form und Brian Grazer hatte für eine solide und richtig klassische Inszenierung gesorgt. Ach ja, Preise wurden ja auch noch vergeben – ein schwarzweißer Stummfilm und ein buntes 3D-Abenteuer haben zusammen zehn Preise abgeräumt und während es keine wirklich großen Überraschungen gab, waren die Auszeichnungen ausnahmsweise einigermaßen fair verteilt. 
Es war ein überraschendes Comeback von zwei altgedienten Komikern: 1993 waren Jack Lemmon und Walter Matthau in
In Billy Wilders 
