Kurze Frühlingspause

DVDLog macht diese Woche eine kleine Pause, die eventuell auch noch auf die nächste Woche ausgedehnt wird. Der kurzzeitige Frühling hat zu einer (angenehmen) Störung in der Produktivität geführt und die Artikel-Vorräte sind im Moment erschöpft. Weiter gehts aber demnächst mit noch mehr Billy Wilder, ein paar halbwegs aktuellen DVDs und bei 50 Jahre James Bond muß ich auch unbedingt mal was machen. Be seeing you! :-)

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DVD-Kritik: Witness for the Prosecution

Als Billy Wilder 1957 ein Bühnenstück von Agatha Christie verfilmt hatte, war eine einmalige Kombination entstanden: Witness for the Prosecution war nicht nur durch die gelungene Adaption des Theaterstücks, sondern vor allem Dank der hervorragend ausgesuchen Schauspieler ein Meisterstück. Charles Laughton, Marlene Dietrich und Tyrone Power sind eine absolute Sensation und haben nicht zuletzt durch Billy Wilders einfallsreicher Inszenierung aus Witness for the Prosecution einen Klassiker erster Güte gemacht, der immer noch genauso frisch wirkt wie vor 55 Jahren. Die DVD ist noch längst nicht so alt, aber durch den nicht-anamorphen Transfer und die völlig abwesenden Extras trotz der halbwegs akzeptablen Bildqualität doch eine Enttäuschung.

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DVD-Kritik: The Front Page

Jack Lemmon und Walter Matthau waren nicht nur das Odd Couple oder die Grumpy Old Men, sondern auch die rasenden Reporter Hildy Johnson und Walter Burns in Billy Wilders brillianter Verfilmung von Ben Hechts und Charles McArthurs Bühnenstück The Front Page. Es war nicht die erste Adaption des Stoffs, aber nach Howard Hawks’ His Girl Friday eine der Besten, der aber lange nicht die Ehre zuteil wurde, die sie eigentlich verdient hätte. Auch eine vernünftige DVD war lange nicht zu kriegen, aber schließlich hatte Universal den Film sogar restaurieren lassen. Der vorerst letzte Teil der Lemmon/Matthau-Reihe besteht aus einer renovierten Version der Review von The Front Page, die sogar schon im ersten DVDLog-Jahr dabei war, aber nun stark verbessert und im neuen Layout zu lesen ist.

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Oscars 2012 Nachlese

 Es ist jedes Jahr das gleiche Dilemma – wie kann man über Filme schreiben, die man noch gar nicht gesehen hat? Letztes Jahr hatte ich mir aus Desinteresse an den Gastgebern die Oscar-Berichterstattung ganz sein gelassen, aber diesmal waren die 84. Oscar-Verleihungen im Gegensatz zum vorherigen überproduzierten Spektakel wieder richtig sehenswert. Billy Crystal, der nach einem kleinen Skandälchen um Produzent Brett Ratner vom ursprünglich geplanten Host Eddie Murphy übernommen hatte, war erstaunlich gut in Form und Brian Grazer hatte für eine solide und richtig klassische Inszenierung gesorgt. Ach ja, Preise wurden ja auch noch vergeben – ein schwarzweißer Stummfilm und ein buntes 3D-Abenteuer haben zusammen zehn Preise abgeräumt und während es keine wirklich großen Überraschungen gab, waren die Auszeichnungen ausnahmsweise einigermaßen fair verteilt.

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DVD-Kritik: Out to Sea

Außer Grumpy Old Men, Grumpier Old Men und The Odd Couple II hatten Jack Lemmon und Walter Matthau noch einen vierten gemeinsamen Film in den neunziger Jahren gedreht: die köstliche und viel weniger kitschige Komödie Out To Sea, die eigentlich der Beste von ihren letzten Auftritten war. Das kombinierte Schiffs- und Tanz-Spektakel hatte dank der gut gelaunten Haupt- und Nebendarsteller jede Menge Schwung, war aber durch das schlechte Marketing von 20th Century Fox längst nicht so bekannt geworden wie seine Vorgänger. Die DVD-Veröffentlichung kam zwar ohne Extras, konnte aber mit einer soliden technischen Qualität aufwarten. Das heutige Update, der vorletzte Teil der Lemmon/Matthau-Reihe, besteht wieder aus einem recycelten älteren Artikel, der aber wie immer neu überarbeitet wurde.

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[Die Oscars habe ich natürlich auch nicht vergessen, aber ich will diesmal erst die Show anschauen, bevor ich einen Artikel schreibe. Meine Kommentare kommen deshalb erst gegen Mitte der Woche.]

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DVD-Kritiken: Grumpy & Grumpier Old Men

Es war ein überraschendes Comeback von zwei altgedienten Komikern: 1993 waren Jack Lemmon und Walter Matthau in Grumpy Old Men das erste Mal seit über einem Jahrzehnt wieder gemeinsam auf der Leinwand zu sehen und gaben sich zwei Jahre später in der Fortsetzung Grumpier Old Men noch einmal die Ehre. Zwar waren die Filme ein bißchen mit amerikanischem Kitsch angehaucht, aber die geballte Kraft von Lemmon und Matthau machte diese Unzulänglichkeiten wiedet wett und die Filme zu einem überraschend großen Erfolg. Die lang erwarteten deutschen DVDs waren zwar nicht wirklich das Gelbe vom Ei, aber immer noch besser als die US-Ausgaben, die es nur in Fullscreen gab. Das heutige Update im Zeichen von Comedy statt Karneval besteht aus den beiden etwas älteren, aber stark überarbeiteten Reviews.

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DVD-Kritiken: The Odd Couple I & II

In Billy Wilders The Fortune Cookie waren  Jack Lemmon und Walter Matthau das erste mal gemeinsam auf der Leinwand zu sehen, aber mit Neil Simons The Odd Couple hatte ihre gemeinsame Karriere erst richtig begonnen. Dreißig Jahre und viele gemeinsame Filme später kehrten sie noch einmal als Felix und Oscar in der Fortsetzung The Odd Couple II zurück. Heute geht die Lemmon-Matthau-Reihe mit diesen beiden wundervollen Filmen weiter – das heutige Update besteht aus drei stark überarbeiteten Reviews und drei neuen Bildvergleichen:

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DVD-Kritik: The Fortune Cookie

Wer Lemmon sagt, muß auch Matthau sagen – deswegen habe ich mich entschlossen, als erste Review-Reihe des Jahres die Filme des Komiker-Duos zu rezensieren. Den Anfang macht heute The Fortune Cookie von Billy Wilder, der erste gemeinsame Auftritt von Jack Lemmon und Walter Matthau. Die reichlich zynische und schwarze Komödie weiß manchmal nicht genau, ob sie auch ein Drama sein will, aber die brillianten Schauspieler und Wilders perfekte Inszenierung machen den Film trotzdem zu einem sehenswerten Klassiker. MGMs mittlerweile zehn Jahre alte und immer noch nicht verbesserte DVD-Veröffentlichung läßt allerdings dagegen etwas zu wünschen übrig.

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DVD-Kritik: The Great Race

Autorennen gibt es wie Sand am Meer in der Filmgeschichte, aber kaum eins ist so ungewöhnlich wie Blake Edwards’ The Great Race. Es ist eigentlich mehr eine Hommage an die klassische Slapstick-Komödie als ein simples Rennabenteuer und wird hauptsächlich von den brillianten Schauspielern, aber auch der bombastischen Inszenierung getragen. Jack Lemmon, Tony Curtis, Natalie Wood, Peter Falk und viele andere machen zusammen mit der ohrwurmverdächtigen Musik von Henry Mancini The Great Race auch heute noch zu einem riesigen Vergnügen. In der ersten Review des Jahres habe ich diesen Klassiker noch einmal ausführlich unter die Lupe genommen und obwohl die mittlerweile vor zehn Jahren erschienene DVD zwar nach heutigen Standards ein leicht digital aussehendes Bild hat, ist sie aber technisch immer noch mehr als akzeptabel und kein Grund, diesen herrlichen Film links liegen zu lassen.

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TV-Tip: Time Team Returns

Im September hatte ich bereits einen ausführlichen Artikel über Time Team geschrieben, die britische Archäologie-Serie mit Tony Robinson. Im Herbst liefen nur Wiederholungen, aber das ändert sich ab diesem Sonntag wieder: ab dem 22. Januar ist jede Woche um 19 Uhr 17:25 Uhr deutscher Zeit bei Channel 4 eine neue Episode der neunzehnten Staffel zu sehen, die letztes Jahr aufgezeichnet wurde. In den nächsten zwölf Wochen wird es also wieder jede Menge Ausgegrabenes zu bestaunen geben – abgesehen davon laufen bei More4 Samstags Vormittags wie immer Wiederholungen von älteren Episoden.

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