DVD-Kritik: Smiley’s People

Drei Jahre nach der faszinierenden Verfilmung von John Le Carrés Tinker Tailor Soldier Spy hatte es die BBC wieder gewagt und den dritten Roman der Karla-Trilogie als sechsteilige Miniserie adaptiert – wieder mit dem großartigen Alec Guinness in der Hauptrolle, einer meisterhaften Inszenierung und vielen brillianten Nebendarstellern. Smiley’s People war genauso wie sein Vorgänger eine Sternstunde des britischen Fernsehens, aber die Popularität außerhalb Englands hielt sich wegen des doch sehr anspruchsvollen Themas stark in Grenzen. 2004 hatte die BBC die Serie endlich auch als DVD veröffentlicht, die ich in der heutigen DVD-Kritik besprochen habe. Es ist nicht die letzte DVD in der LeCarré-Reihe sein, aber die letzte der beiden BBC-Verfilmungen – demnächst geht es noch mit zwei Kinofilmen weiter.

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Animation Update: Things to Come

Da ich es nur sehr selten ins Kino schaffe, schreibe ich auch nicht sehr oft über das, was in der Filmbranche aktuell los ist. Statt einer Review mache ich diese Woche mal eine Ausnahme und werfe im Animation Update einen kleinen Blick auf meine Lieblingsbranche: das Trickfilm-Genre, in dem im Moment ganz schön was los ist und sich die großen drei Studios – Pixar, Dreamworks und Blue Sky – nicht gerade duellieren, aber den Markt ganz schön gesättigt halten. Es ist natürlich kein Geheimnis, wer mein Favorit ist, aber mal schauen, was die Studios demnächst so alles zu bieten haben…

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DVD-Kritik: Puss in Boots

Nachdem mich Dreamworks Animation mit Kung Fu Panda 2 im Herbst das erste Mal wirklich enttäuscht hatte, habe ich mir über den neuesten Film des Studios doch ein bißchen Sorgen gemacht – aber der Shrek-Ableger Puss in Boots hat sich dann doch als ganz wundervoll gelungen herausgestellt. Das originelle Western-Märchen mit Katzencontent ist zwar weit von der klassischen Vorlage entfernt, hat aber den früheren Nebencharakter nun zu einem eigenen Abenteuer inklusive ausführlicher Vorgeschichte verholfen. Fantastische Animation, gut gelaunte Sprecher und ein Drehbuch, das gar nicht so simpel ist wie es scheint – was will man mehr? Vielleicht einen Audiokommentar auf der DVD, den Dreamworks diesmal leider eingespart hat, aber dafür gibts wenigstens noch einen Kurzfilm und ein paar andere Extras.

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Noch eine kleine Pause…

Ich weiß, langsam reißt es ein, aber mit bleibt nichts anderes übrig, als diese Woche noch eine Pause einzulegen. Es ist ja nicht meine Schuld, daß das Wetter so gut war und der Film, über den ich eigentlich etwas schreiben wollte, drinnen liegengeblieben ist, während der Balkon gerufen hat… nächste Woche gehts dann aber weiter mit einer relativ frischen DVD und irgendwann muß ja auch die LeCarré-Reihe weitergehen. Ich bin nicht weg, nur… verreist, sozusagen :-).

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DVD-Kritik: Who is killing the Great Chefs of Europe?

Kulinarisches Kino ist im Zeitalter von zahllosen Kochshows im Fernsehen nicht mehr wirklich selten, aber Ende der siebziger Jahre war es eine große Ausnahme. Ted Kotcheffs Who is killing the Great Chefs of Europe? alias Die Schlemmerorgie war so ein Sonderfall, der ein völlig neues Genre, den Gourmet-Krimi erschaffen hatte. Mit einer Menge schwarzem Humor, wundervollen Darstellern und einer opulenten Ausstattung ist der Film eins dieser köstlichen Vergnügen, die lange Zeit ihr Dasein nur im Fernsehprogramm gefristet haben. Überraschenderweise hat EuroVideo den Film aber jetzt erstmals in Deutschland als DVD herausgebracht, und das nicht schlecht: ein solider neuer Transfer und eine bemerkenswerte Dokumentation machen aus dieser Veröffentlichung trotz des Budget-Preises keine Billig-DVD.

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TV-News: Time Team Trouble

Letztes Jahr hatte ich schon ausführlich über Time Team berichtet, die Archäologie-Dokumentarserie des britischen Fernsehsenders Channel 4. Die Erstausstrahlung der 19. Staffel ist mittlerweile schon wieder vorbei, aber diesmal war etwas anders als bei den früheren Folgen: der Sender hatte versucht, das Konzept zu modernisieren und Moderator Tony Robinson mit Mary-Ann Ochota eine Partnerin an die Seite zu stellen. Das war zwar nicht spektakulär fehlgeschlagen, hatte aber eine etwas seltsame Atmosphäre bei den neuen Episoden zur Folge und eine drastische Auswirkung: aus Ärger über die vom Sender aufgedrückten Änderungen hatte Time Team-Gründer Mick Aston das Team nach der 19. Staffel verlassen. Die gute Nachricht ist, daß die 20. Staffel derzeit ohne die Co-Moderatorin gedreht wird und sich Produzent Tim Taylor zum Ziel gesetzt hat, wieder zu den Ursprüngen zurückzukehren. Die schlechte Nachricht ist, daß Mick Aston leider wirklich nicht mehr dabei ist.. 

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DVD-Kritik: Johnny English Reborn

Damit hatte kaum jemand gerechnet – acht Jahre nach seinem letzten Auftritt als Geheimagent war Rowan Atkinson als Johnny English Reborn auf die Kinoleinwände zurückgekehrt. Aufwendiger, spannender und lustiger als das Original bewies der Film, daß Fortsetzungen nicht immer schlechter als der Vorgänger sein müssen und zeigte nebenbei auch gleich der Konkurrenz, wie ein richtiger James-Bond-Film auszusehen hat. Wer Rowan Atkinson nur als Mr. Bean kennt, wird entweder gelangweilt sein oder Bauklötze staunen! Ärgerlich ist allerdings die DVD, die bei der britischen Blu-Ray dabei war: keinerlei Extras im Gegensatz zur einzeln verkauften Version, was aber einer ausführliche Review des Films für das heutige Update nicht im Weg stand.

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DVD-Kritik: Tinker Tailor Soldier Spy

Lange Zeit war die 1979 entstandene TV-Adaption von John Le Carrés Meisterwerk die definitive Version des Stoffs, aber letztes Jahr hatte der schwedische Regisseur Tomas Alfredson mit seiner Leinwand-Umsetzung von Tinker Tailor Soldier Spy alle Erwartungen hoch übertroffen. Gary Oldman hatte sich als ein wundervoller Nachfolger von Alec Guinness erwiesen und als relativ kleine europäischer Film war die Produktion enorm erfolgreich – die Vorschußlorbeeren hatte Tinker Tailor Soldier Spy zu recht verdient. Der Film war sogar schon Ende Januar in England als DVD/BD erschienen, aber durch ein paar unvermeidliche Verzögerungen hat mit der Review noch etwas gedauert. Es ist zwar kein wirkliches Oster-Material, aber DVDLog wünscht trotzdem mit dem heutigen Update frohe Feiertage!

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DVD-Kritik: Johnny English

Eigentlich sollte es heute mit etwas ganz anderem weitergehen, aber da die Zeit mal wieder nicht gereicht hat, gibt es ausnahmsweise heute einen Repost von einer gerade mal zwei Jahre alten Review. Johnny English paßt aber trotzdem in den Plan, denn eine Review der Fortsetzung ist auch nicht mehr weit weg und vorher wollte ich den nochmals leicht überarbeiteten Artikel des ersten Films sowieso noch einmal posten. Der Kontrast zwischen Johnny English und John Le Carré könnte zwar nicht größer sein, aber heute und in den nächsten zwei Updates werde ich es auf diese Kollosion einfach mal ankommen lassen. Nächste Woche, am Ostermontag, gibt es dann die ursprünglich für heute vorgesehene Fortsetzung der Review von letzter Woche.

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DVD-Kritik: Tinker Tailor Soldier Spy

Er schrieb nicht nur über Spione, er war selbst einer: John Le Carré alias David Cornwall war auf der Höhe des Kalten Kriegs in den sechziger und siebziger Jahren der beste Autor des Spionage-Genres, der mit seinen oft auf wahren Begebenheiten basierenden Erzählungen die Wahrheit über seine Profession auf schonungslos ehrliche Weise schilderte. Tinker Tailor Soldier Spy, seine fast schon autobiographische Aufarbeitung einer der größten britischen Spionage-Skandale, war erstmals 1979 meisterhaft mit Alec Guinness als George Smiley verfilmt worden. Die siebenteilige TV-Miniserie gibt es schon seit fast zehn Jahren in England als DVD, aus aktuellem Anlaß lohnt sich aber ein erneuter Blick auf die durchaus gelungene Veröffentlichung.

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